Bayerseich goes Frankfurt Westend

Gude!

Zugegeben, richtig billig war es noch nie in Egelsbach zu wohnen, merklich angezogen sind die Preise als der Brühl (also das Neubaugebiet) entstanden ist.
Aber hey, dafür hat man auch einiges bekommen: gute Anbindung an die 661 und A5, eine gute Mischung zwischen Land und Kleinstadt, gute Infrastruktur usw.
Aber jetzt schlägt die Sache einen Kurs ein, die so ein wenig daran erinnert was in Städten wie Frankfurt schon länger ein Thema ist: Gentrifizierung.
Böse Zungen behaupten ja, der Prozess der Gentrifizierung in Egelsbach hätte schon mit der Bebauung des Brühls begonnen.
Ja, schon richtig. Aber was sich nun in Bayerseich andeutet, ist eine andere Nummer.
Man möge sich erinnern: vor einigen Monaten kamen die Pläne eines Investors auf den Tisch, der das Parkdeck in Bayerseich bebauen wolle.
Neee, ist ja gar nicht so, wir suchen den Dialog hat man zu hören bekommen. Es wurde ein Workshop angekündigt, der nun die Tage stattgefunden hat, und etwas aus dem Ruder gelaufen ist, was eigentlich zu erwarten war (die OP berichtet).
Was aber alle Alarmglocken aufheulen lassen muss, sind die letzten Sätze im drittletzten Absatz des Berichts.
Ein besseres Beispiel für ich mache doch eh was ich will lässt sich kaum finden.
Was man aber nicht ausser acht lassen sollte: die Gemeinde hat das Parkdeck verkauft, und damit erst den Weg für solche Eskapaden frei gemacht.
Das sollte man sich im Rathaus vielleicht auch mal überlegen, wie es für die Zukunft in Sachen sozialer Wohnungsbau aussieht. Denn wie man es falsch macht sieht man an allen Ecken und Enden, wird Zeit, dass es jemand richtig macht.
Apropos sozialer Wohnungsbau. Die Gemeinde hat, als das Thema mit dem Parkdeck hoch kam, eine Infoseite geschaltet.
Und was steht recht weit am Anfang? Dritter Absatz?
Ich darf zitieren:

Die Ofimmo GmbH, die gleichzeitig Eigentümerin der Liegenschaften im Kurt-Schumacher-Ring 20-22 resp. Erich-Kästner-Str. 2-4 (Parkdeck und angrenzende Mehrfamilienhäuser) ist, beabsichtigt in Egelsbach neuen „bezahlbaren Wohnraum“ zu schaffen.

Wird interessant, auch für die Zukunft!